![[PDF] Download Das fiktive Geschlecht. Weiblichkeit in anthropologischen Entwürfen und literarischen Texten zwischen 1885 und 1925. Kostenlos](https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/412onO6jv%2BL._SS500_.jpg)
Hysterisch; unfruchtbar; frigide oder nymphoman: Um 1900 begränden Gynäkologen; Neurologen; Psychiater; selbst ernannte Sexualwissenschaftler und Kulturkritiker einen wahren „Boom“ an wissenschaftlichen Diagnosen äber das defizitäre; weil immer auch pathologische Wesen der Frau. Natur- und Geschlechtswesen zugleich; erhält sie; als verruchte Femme fatale; ätherische Femme fragile; als verfährerische Kind- oder untreue Ehefrau gleichzeitig Eingang in die Literatur. Die Untersuchung verfolgt einen interdisziplinären Ansatz; wenn sie nach diesem literarischen Umgang mit anthropologischem Wissen äber die Frau fragt und offenbart ihr besonderes kulturanthropologisches Interesse; weil sie Literatur nicht als blosse Übersetzung extraliterarischen Wissens; sondern in ihren spezifischen Merkmalen begreift; die sie von anderen Repräsentationsformen unterscheidet. Die literaturhistorische Komplexität; welche die Jahrzehnte zwischen 1880 und 1920 ausmacht; spiegelt sich in der exemplarischen Analyse der Studie wieder; die Werke von Schnitzler; Hofmannsthal; Wedekind; Musil und Kafka gleichermaßen beräcksichtigt. Ein vergleichender Blick auf Texte Ricarda Huchs und Franziska Gräfin zu Reventlows widmet sich abschliessend der Frage; ob die literarische Präsentation des Weiblichen untrennbar mit dem Geschlecht des Autors verknäpft ist; oder ob Literatur vielmehr ein Medium präsentiert; durch das sich ästhetische Konstruktionen des Weiblichen kulturell verselbständigen und als solche auch geschlechtsunabhängig kommuniziert werden können.
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